IARU02
Notfunk / Katastrophenfunk
Thüringer Notfunkrunde jeden 2. Sonntag im Monat auf 3.643 KHz +/- QRM.
Vorloggen: ab 09:45 Uhr LT = Local Time = Ortszeit
Verlesen eines Rundspruches des Notfunkreferates durch OM Erhard, DM2BQJ.
Bestätigungsverkehr mit folgenden Angaben: Rapport, Name, DOK, QTH, Sendeleistung, Antenne.


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In der Vergangenheit haben Funkamateure immer wieder unter Beweis gestellt, daß Amateurfunk auch dann noch halbwegs funktioniert, wenn Katastrophen, welcher Art auch immer, staatliche und kommerzielle Nachrichtenverbindungen komplett lahmgelegt haben.

Natürlich wird dieser oder jener sagen, so eine Katastrophe, bei der die Stromversorgung und alle Kommunikationsnetze zusammenbrechen, kann es doch im hochentwickelten Deutschland niemals geben.
Wer sich mit Energieversorgungsnetzen halbwegs auskennt, weiß, daß auch in Deutschland aus Kostengründen immer weiter am Limit gefahren wird.

Eines sollten wir nie vergessen:

Im Prinzip geht alles - aber ohne Strom geht nichts, gar nichts.


Die jüngsten Naturkatastrophen in den unterschiedlichsten Regionen der Erde haben gezeigt:

Wir sind gut beraten, wenn wir uns vorbereiten. Von offizieller Seite gibt es leider in Deutschland bisher viel zu wenig Interesse, Notfunknetze zu aktivieren und vorzuhalten.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist im Amateurfunk sehr günstig. Es bleibt dennoch Amateurfunk und ist bestenfalls eine Ergänzung zu staatlichen oder kommerziellen Funkdiensten.
Bei regelmäßigem Training der AFU-Notfunknetze ist die Zuverlässigkeitsrate sehr hoch und das fast zum Null-Tarif. Hierbei sind uns andere Länder weit voraus.

Neben den klassischen Kurzwellenbändern stehen uns im Amateurfunkdienst FM-Relais zur Verfügung. Leider legen einige Betreiber von Relaisfunkstellen und Digi’s noch immer viel zu wenig Wert auf eine netzstromunabhängige Betriebsweise. Bei zahlreichen OM’s zu Hause sieht es damit nicht viel besser aus. Man vertraut leider ausschließlich auf die Steckdose, aber was ist, wenn im Katastrophenfall zahlreiche Stromversorgungsnetze total ausfallen?


Nach weniger als 5 Stunden werden nahezu alle zivilen Mobilfunknetze zurückgefahren und lediglich die sicherheitrelevanten GSM-Notfunknummernblöcke bleiben für kurze Zeit verfügbar.
Nach etwa 9 Stunden sind dann auch die Akkus in den digitalen Festnetzvermittlungen leer. Dann wird es sehr ruhig.
Notstromversorgungen sind nicht überall verfügbar und werden es auch nie flächendeckend sein.

Amateurfunk-Notstromversorgung in Form von Blei-Akkus muß nicht viel Geld kosten.
Eine ausgediente Auto-Starter-Batterie kann bei entsprechender Pflege und Auffrischung für den Notfunk noch mehrere Jahre gute Dienste leisten.
Im Amateurfunkbetrieb steht die ausgediente Autobatterie dann in der Regel in der warmen Stube und die Stromentnahme ist auch wesentlich geringer als im normalen Kfz-Einsatz. Ein Funkgerät mit einer Leistung von 100 W zieht nicht mehr als 25 A im Sendebetrieb. Dafür sind Kfz-Akkus ausgelegt.


Eine ständig gute Pflege der Akkus sollte natürlich erfolgen.

[ Bitte die Vorschriften für den Einsatz von Kfz-Starter-Batterien in geschlossenen Räumen unbedingt beachten ! ]

Sulfatablagerungen an den Bleiplatten sind der Hauptgrund für den vorzeitigen Ausfall von Bleiakkus. Besonders Akkus, die über eine längere Zeit gelagert, nur selten genutzt oder mit geringen Strömen entladen werden, sind von diesem Problem betroffen.

Dem entgegenzuwirken, benutze ich einen Blei-Akku-Aktivator. Er erzeugt periodisch alle 20 Sekunden einen kurzen Entlade- Stromimpuls bis zu 100 A, die den Akku aktiv halten, die schädliche Sulfatierung vermindern und damit die Akku- Lebensdauer verlängern.
Ich benutze den Blei-Akku-Aktivator Power-Brick PB 500, den ich mir als Bausatz von ELV aufgebaut habe. Da die Impulsdauer der Entladung nur 0,1 s beträgt, liegt die mittlere Betriebsstromaufnahme des PB 500 bei weniger als 1,5 mA

Eine ausgediente Auto-Starter-Batterie, die mit dem PB 500 wieder aktiviert und mit 13,8 V gepuffert wird, ist eine lange nutzbare, preiswerte Lösung, die sich durchaus lohnt. 

Echte Versorgung mit Gleichspannung bietet viele Vorteile.


Für QRP-Betrieb benutze ich seit Dezember 2009 einen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkumulator
(Li-Io LiFePO4) 13,2 Volt / 20 Ah, eine Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus.


NVIS  (Near Vertical Incidence Skywave)


 
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