IARU02
Amateur-Funkstelle DH6ARM

                         Amateurfunk, Brücke zur Welt

Weltkarte 2

DH6ARM1   QTH 

  

 

 

      Operator

      Gunter Haertling

      Call

      DH6ARM, OK8RM

      Born

      1955 in Leipzig

      License

      Class A (no limited)

      Locator

      JO60FW

      QTH

      04603 Lehndorf, Am Kalkwerk 17

      QSL via DARC or direct

      X40 Altenburger Land, ex X39

      Audio

      cqdx de dh6arm/qrp k

      Last update

      2016, May 16














 

 

                     CQ_ani 

 

WAS IST AMATEURFUNK ? 

In allen Ländern der Erde, mitten in Zentralafrika, in den Millionenstädten Nord- und Süd- amerikas, in Deutschland, Japan, China, Russland, oder Indien, in einsamen Bergdörfern, auf kleinen Inselchen, überall leben auch Menschen, die Funkamateure sind; Männer, Frauen, Junge und Alte, Arme und Reiche, Schwarze, Braune, Weiße oder Gelbe.
Ein Funkamateur weiß nie, wer ihm im nächsten Augenblick im Äther begegnet: ein Student aus Barcelona, der Bürgermeister von Canterbury, König Juan Carlos I von Spanien, ein Lehrling aus Magdeburg, der König Hussein von Jordanien oder ein bärtiger indischer Shik. Alle haben eines gemein:
Sie haben bei ihrer nationalen Fernmeldebehörde eine Prüfung abgelegt und eine Amateur- funklizenz erworben. Diese Lizenz muß man sich hart erarbeiten, in keinem Land bekommt man sie geschenkt oder könnte sie sich erkaufen. Nur die Wenigsten haben in ihrem Beruf etwas mit Elektronik und Funkwesen zu tun.

In Deutschland beinhaltet diese Prüfung z. Zt. Technik sowie Betriebsdienst & Gesetzeskunde.
Die Prüfung wurde früher durch die Deutsche Bundespost, später die RegTP und zur Zeit durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) abgenommen. Mit der erworbenen Amateurfunklizenz erhält man ein Rufzeichen (callsign), welches weltweit nur einmal existiert und die lizenzierte Person eindeutig identifiziert. Funkamateure verstehen sich ohne Schwierigkeiten, auch wenn sie die Sprache ihrer Partner nicht beherrschen. Zu diesem Zweck bietet der Funk- Betriebsdienst viele Möglichkeiten.

Bei Radioamateuren ist Völkerverständigung keine Theorie. Es gibt für sie keine trennenden Meere, keine Rassenschranken, keine "eisernen Vorhänge" und keine Standesunterschiede.

Personen die ihr Hobby unter der Bezeichnung Amateurfunk betreiben, bleiben meistens Jahrzehnte oder sogar ihr Leben lang bei dieser Freizeitbeschäftigung. Einer der Gründe dafür ist die enorme Faszination, die vom Betrieb einer eigenen Radiostation ausgeht. Selbst in der heutigen Zeit die geprägt ist durch Mobiltelefonie und Internet, bietet Amateurfunk Abenteuer, Forschung nach Unbekanntem und sensationelle Erlebnisse. Daran hat sich seit den Anfängen bis heute nichts geändert. In vielen Bereichen eignen sich Funkamateure Kenntnisse an, die sie im Beruf oder in anderen Bereichen mit Erfolg einsetzen können.

Funkamateur zu sein, ist auch heute noch etwas ganz besonderes, etwas sehr exklusives. Kontakte mit Freunden auf anderen Kontinenten, die kulturellen und politischen Grenzen überwinden, begeistern uns immer wieder aufs Neue.

Das Gespräch mit dem Kapitän eines Handelsschiffes im Nord-Atlantik, mit dem Skipper einer Segelyacht in der Karibischen See, die Funkverbindungen über eigene Amateurfunksatelliten, Telegrafieverbindungen zu Forschungsstationen in der Antarktis oder Kontakte mit einsamen Inseln irgendwo im Atlantik gelegen, sind nur einige der Höhepunkte. Für eine erfolgreiche Funkverbindung sind Faktoren entscheidend wie zum Beispiel der aktuelle Zustand der Ionosphäre, die Tageszeit, die Betriebstechnik des Funkers sowie die technische Ausrüstung.
Weltweit sind etwa 3 Millionen Funkamateure aktiv.
In den USA gibt es etwa 700.000, in Russland gibt es etwa 98.000, in Deutschland sind es etwa 80.000 und in der Schweiz gibt es etwa 4.600 Funkamateure mit Sende-Lizenz. Das sind aber nur statistische Zahlen, die nichts über Aktivitäten aussagen.

 

Die Wege zu einer Amateurfunkgenehmigung

Wer ein Radio mit erweitertem Kurzwellenbereich oder einen Weltempfänger mit SSB benutzt, kann auch Amateurfunksendungen mitverfolgen.
Möglicherweise seltsam klingende Funksprüche oder auch Signale in Morsetelegraphie können unter anderem von Amateurfunkstationen stammen.
Die Signale sind oftmals von geringer Feldstärke und viele davon liegen sehr nahe beieinander.

Digitale Aussendungen, wie RTTY, AMTOR, Feld-Hell, PSK31, MT63, THOR, PACTOR etc. erkennt man an zirpenden, pfeifenden oder an anderen scheinbar nicht identifizierbaren Tonfolgen.
Um diese speziellen Aussendungen zu verstehen, bedarf es spezieller Hard- und Software.
Viele Funkamateure haben ihr “Handwerk” in den Nachrichteneinheiten der Armee erlernt. Es gibt heute wieder Spezialeinheiten, die mehrheitlich aus Funkamateuren mit hervorragenden CW- Kenntnissen und CW-Erfahrungen bestehen.

Die besten Informationen holt man sich am besten dort, wo auch das meiste Wissen liegt, direkt bei einem aktiven Funkamateur.
Wo Funkamateure wohnen, verraten meistens Ihre Antennen, die vom einfachen Vertikal- strahler bis hin zu enormen Mehrelement-Yagi-Antennen reichen können.

Eine weitere Möglichkeit sind lokale Vereine, die oft in örtlichen Verzeichnissen zu finden sind. Im Internet findet man auf der Homepage des DARC, des Deutschen Amateur-Radio-Clubs unter <Ortsverbände> Adressen und Homepages der regionalen Sektionen. Anfragen können direkt an das Sekretariat der DARC gerichtet werden.
Amateurfunk bietet eine enorme Vielfalt an möglichen Aktivitäten. Neben der Morsetelegraphie und dem Sprechfunk haben auch viele digitale Formen der drahtlosen Kommunikation Einzug gehalten, wobei auch Computerfreaks ein breit gefächertes Betätigungsfeld finden.

Eine Amateurfunkgenehmigung erlaubt nicht nur die Benutzung industriell hergestellter Geräte, sondern auch deren Eigenbau.
Noch vor 30 Jahren hatte der Eigenbau einen sehr hohen Stellenwert, hat aber heute durch das große kommerzielle Angebot eher an Bedeutung verloren. Dennoch ist der Funkamateur auch heute noch ein Tüftler und Bastler. Schon der Aufbau einer Station und den zugehörigen Antennen erfordert vielfältige innovative Ideen.
Viele zukunftsweisende Übertragungstechniken, die heute jeder persönlich nutzen kann, fanden ihren Anfang im Amateurfunk.

Tüftler gab es unter den Amateurfunkern schon immer, daran hat bis in die heutige Zeit nichts geändert.
Unser Hobby ist auch hervorragend geeignet, um erlernte Fremdsprachen zu trainieren.

Im Amateurfunk kann man alle Sprachen dieser Welt finden und sich darin unterhalten. Dabei entstehen zahlreiche grenzüberschreitende Freundschaften.
Mit Hilfe der guten alten Morsetelegraphie besteht auch die Möglichkeit der Kommunikation mit gleichgesinnten Personen in aller Welt, ohne daß man die Sprache des Partners kennen und sprechen muß. International genormte Abkürzungen, sogenannte Q-Gruppen und Verkehrsabkürzungen kommen hier zur Anwendung, die einen Nachrichtenaustausch auch ohne gehobene Fremdsprachenkenntnisse ermöglichen.

 

Die Sendearten im Amateurfunk

Unter den Sendearten verstehen wir die Art und Weise der Informationsübertragungen. Die älteste und wohl sicherste Sendeart ist die Telegraphie und ist im Kurzwellenfunkverkehr nach wie vor sehr verbreitet. Das Morsealphabet wird heute noch in weitgehend unveränderter Form angewendet. Die Verwendung von sogenannten Q-Gruppen und Betriebsabkürzungen erlauben eine weltweite Verständigung weitgehend ohne tiefgreifende Fremdsprachen- kenntnisse.

Ein Beispiel in Telegraphie: ... ur rprt rst 599 = tnx fer ufb qso = hpe cuagn = vy 73 = wl qsl via club heißt im Klartext:
... mein Rapport für Sie ist 599 / Danke für die ausgezeichnete Funkverbindung / ich hoffe, Sie wieder zu treffen / die besten Grüsse / Ich werde Ihnen meine QSL-Karte über unseren Club zusenden ...

und das in jeder Sprache dieser Welt.

Aber auch digitale Sendearten wie Feld-Hell wurden ab etwa 1930 sehr effizient und zuver- lässig bereits ohne Computer eingesetzt.
Die Telefonie, auch Sprechfunk genannt, ist die Kommunikation in offener Sprache. In den Anfangsjahren des Amateurfunks erfolgte der Sprechfunk noch überwiegend in AM.
Hier hat die technische Entwicklung der Einseitenbandtechnik (SSB / J3E) die gute alte Amplitudenmodulation (AM / A3E) weitgehend abgelöst. Frequenzmodulation (FM / F3E) finden wir vorzugsweise auf Frequenzen oberhalb von 29 MHz.
Es kann sich natürlich in jeder Landessprache verständigt werden, jedoch mit Englisch sind die Erfolgsaussichten international am größten.
König Hussein von Jordanien, call: JY1, im QSO mit dem Spaceshuttle. Quelle: QSL-Collection Wien
Eine Vielzahl von digitalen Sendearten wurde erst durch den Einzug der Computertechnik möglich. SSTV, RTTY, AMTOR, Feld-HELL, WSPR, PACTOR, MT63 sowie PSK31 sind nur einige davon.
Durch den Einsatz der Soundkarten im PC, kombiniert mit entsprechender Software, konnte der Aufwand an Hardware stark reduziert worden.
Auch Funkverkehr durch Reflexion der Funk-Signale an der Oberfläche des Mondes oder an Nordlichtern und andere Spezialitäten ergänzen die Vielfalt der Sendearten.

 

Die Amateurfunkstelle

Jeder Funkamateur darf entsprechend seiner Genehmigungsklasse seine Funkstelle nach seinen persönlichen Vorstellungen und Möglichkeiten aufbauen. Die Vielfalt an Varianten ist unerschöpflich.
Die Minimalvariante, so wie ich auch angefangen habe, ist ein kleines Handfunksprechgerät für 144 und 430 MHz, ein 40 m Röhren-Eigenbau sowie der Nutzungsgenehmigung einer Klub-
station für die Kurzwellenbänder.
Daraus entstanden im Laufe der Jahre ein eigener Funkraum mit umfangreicher selbst gebauter und zugekaufter Funktechnik, in den man sich abendlich auch bis spät in die Nacht zu lokalen oder weltweiten QSO’s zurückziehen kann.

Viele Funkamateure verfügen über eine große Anzahl an Geräten für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche. Das Equipment wurde mit viel Fachkenntnis entweder selbst gebaut bzw. ausgewählt, gekauft und wird liebevoll gehegt und gepflegt.
Zahlreiche Funkamateure haben richtige "Funkerstuben", Räume die eine Mischung von großer Gemütlichkeit und Faszination ausstrahlen. Amateurfunk findet aber nicht nur aus der eigenen Wohnung statt.
Funkbetrieb in der freien Natur, während einer Urlaubsfernreise oder einer ganz privaten DX- pedition haben einen ganz besonderen Reiz.


 

Die Antennen im Amateurfunk

Funkbetrieb ohne Antenne ist nicht möglich, an dieser Aussage hat sich seit Marconi nichts geändert. Antennen sind also keine Erfindung der Funkamateure.
Bedingt durch die physikalischen Grundlagen der drahtlosen Kommunikation ist dies ein
absolutes Muß. Amateurfunkantennen sind oft geometrisch recht umfangreiche Gebilde.
Im Gegensatz zu den kommerziellen bzw. staatlichen Funkdiensten, wie Seefunk, Flugfunk, Militärfunk, Diplomatenfunk, Polizeifunk etc. werden Amateurfunkstationen i.d.R. nur mit relativ kleinen Sendeleistungen bis zu 750 Watt betrieben.

Durch den Einsatz von sehr effizienten Antennen und Empfängern sehr hoher Empfindlichkeit ist es möglich, mit geringsten Sendeleistungen sehr große Distanzen zu überbrücken. Für den Aufbau der Antennenanlage bestehen keine Standards, jedoch verbindliche technische Normen und Vorschriften.
Nicht jeder Amateurfunker hat in seinem Haus ideale Platzverhältnisse für den Aufbau seiner Antennen. Hier muß jeder OM Kompromisse eingehen und seine Installationen ganz individuell lösen. Amateurfunk ist immer auch Experimentierfunk. Die Antennen werden gebaut, getestet, verworfen oder auch längerfristig für gut befunden und belassen.


 

Amateurfunk in der Öffentlichkeit

Amateurfunk findet kaum öffentlich statt. Die Klubstation DLØMFH auf dem Museumsschiff “Cap San Diego” in Hamburg ist eine der wenigen Ausnahmen. Selbstverständlich versuchen wir bei geeigneten Möglichkeiten unser Hobby vorzustellen. Im Sortiment der Zeitschriften findet man am Kiosk auch einschlägige Literatur, die meist monatlich erscheint. Die Zeitschriften CQ-DL und FUNKAMATEUR sind nebst den Publikationen der Fachverbände die wohl bekanntesten Zeitschriften. Selbstverständlich ist die Präsentation im Internet eine ideale Möglichkeit der Werbung für unser exklusives und einmaliges Hobby.
Für die angenehme Zusammenarbeit bedanke ich mich bei OM Josef, HB9CIC.




Buchempfehlungen

Erinnerungen des Funkoffiziers der DSR Friedrich Seibicke   Link 

Erinnerungen des Funkoffziers der DSR Karl-Heinz Flegel  Link 





Internetempfehlungen

Containerschiffe im XXL-Format   Link 

Elektronik-Service Dathe  Link 

DX-Wire  Link 

Titanex  Link 

Intermar
 Link 


 

Counter
[DH6ARM] [DH6 Aktuell] [Vereinstreffen] [Thüringer Burgen] [Fauna & Flora] [Notfunk] [Fieldday 2002] [Fieldday 2003] [Fieldday 2004] [Fieldday 2005] [Fieldday 2007] [Fieldday 2012] [Fieldday 2013] [Fieldday 2014] [Fieldday 2015] [Norwegen 2012] [Westafrika 2013] [Petersburg 2013] [Schweden 2014] [Spanien 2014] [Finnland 2014] [Norwegen 2015] [Ireland 2015] [Kanaren 2016] [Equipment] [Stromversorgung] [Antennen] [Betriebsdienst] [EchoLink] [Impressum]